Was ist eine Allergie?

Als Allergie wird eine krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte, normalerweise harmlose, k√∂rperfremde Stoffe bezeichnet. K√∂rperfremd hei√üt, dass diese Stoffe von au√üen gekommen und nun Bestandteil des eigenen K√∂rpers sind. Sei es nun durch Einatmen, Essen oder durch eine Hautaufnahme zum Beispiel. Diese Fremdstoffe, Pollen in der Nase als Beispiel, werden auch als Antigene oder Allergene bezeichnet. Nehmen wir Fremdstoffe oder eben diese Antigene bzw. Allergene in uns auf, pr√ľft unser Immunsystem sofort, ob es sich um einen Krankheitserreger handelt. Ist dies der Fall, erfolgt die Bek√§mpfung durch eine Abwehrreaktion. Bei einer Allergie erkennt unser Immunsystem allerdings f√§lschlicherweise harmlose Stoffe als eine Gefahr an. Dies ist mit einer krankhaften Abwehrreaktion gemeint. Eine andere Bezeichnung f√ľr die krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems wird auch als Autoimmunreaktion genannt. Eine Allergie entsteht jedoch erst nach wiederholter Aufnahme. Der K√∂rper hat vorher bereits, durch Vererbung zum Bespiel, gegen diese Antigene bzw. Allergene spezifische Antik√∂rper gebildet. Kommt es dann bei uns zum erneuten Kontakt, erfolgt dann die allergische Reaktion bzw. wir haben dann Krankheitssymptome wie Jucken, nie√üen und sind einfach nur ‚Äěplatt‚Äú.

Allergiearten

Welche Arten gibt es?

Es gibt eine Vielzahl von Allergien. Die Bekanntesten sind Heuschnupfen, Nesselsucht, Hausstaub-, Insekten-, Kontakt-, Kreuz-, Milben-, Nahrungsmittel-, Pollen-, Schimmelpilz-, Sonnen-, Tier– und Berufsallergie.

N√§heres zu diesen Arten k√∂nnen Sie den einzelnen Men√ľpunkten unter ‚ÄěAllergiearten‚Äú entnehmen. Neben den Arten f√§llt immer wieder der Begriff des Typen. Welche Typen gibt es denn?

Allergietypen

Welche Typen gibt es?

Allergietyp-I

Die h√§ufigste Typ ist der¬†Allergietyp-I: Die bekanntesten, darunter fallenden Typen sind die Tier-, Hausstaub- und Insektenallergie sowie der Heuschnupfen. Das Immunsystem regelt in diesen F√§llen Antik√∂rper der Klasse IgE (Immunglobulin E) fehlerhaft. Kommen wir nun in Kontakt mit z.B. Hausstaub, veranlassen diese Antik√∂rper eine k√∂rpereigene Reaktion √§hnlich einer Entz√ľndung: R√∂tung, Schwellung, Erweiterung der Blutgef√§√üe und somit eine st√§rkere Durchblutung sind die Folgen. Und dies sofort, d.h. innerhalb von Sekunden nach Kontakt bis hin zu einer verz√∂gerten Reaktion von mehreren Stunden.

 

Allergietyp-II

Beim Allergietyp-II¬†sind bestimmte Medikamente oder √ľbertragenes Fremdblut bzw. eine fremde Blutgruppe die Ausl√∂ser. Der Betroffene hat in seinem Immunsystem Antik√∂rper gegen Bestandteile der Oberfl√§che von bestimmten K√∂rperzellen. Wenn die Antik√∂rper diese Zellstrukturen erkennen, erfolgt die Abwehrreaktion durch Bek√§mpfung. Wenn sich nun das Medikament oder das Fremdblut mit unseren K√∂rperzellen verbindet, werden unsere K√∂rperzellen selbst zu Allergenen. Es kommt zu einer Zerst√∂rung k√∂rpereigener Zellen. Der Fachbegriff hier ist Zytolyse bzw. zytotoxischen Allergietyp, √ľbersetzt ‚Äěgiftig f√ľr Zellen‚Äú. Die allergische Reaktion erfolgt im Gegensatz zum Typ-I deutlich zeitverz√∂gert, ca. sechs bis zw√∂lf Stunden nach Aufnahme.

 

Allergietyp-III

Allergene und Antik√∂rper verbinden sich beim¬†Allergietyp-III¬†zu gr√∂√üeren Zusammenschl√ľssen und lagern sich ein. Dies kann an der Haut sein oder an Gef√§√üw√§nden wie zum Beispiel die der Nieren oder der Lunge. Gef√§√üentz√ľndung oder Hautentz√ľndung sind die Folge. Auch Einblutungen an Beinen oder am Ges√§√ü sind m√∂glich. Die allergische Reaktionszeit betr√§gt wie beim Typ-II in der Regel sechs bis 12 Stunden nach Kontakt oder Aufnahme des Allergens. Als Fachbegriff ist hier der Immunkomplextyp zu nennen.

 

Allergietyp-IV

Der¬†Allergietyp-IV¬†ist charakteristisch durch seine sp√§te Reaktionszeit. Diese liegt im Schnitt 24 bis 72 Stunden nach Kontakt. Deswegen wird dieser Typ auch Sp√§ttyp- oder verz√∂gerte Allergie genannt. Sie ist nach Typ-I der h√§ufigste Typ. Ausl√∂ser kann hier zum Beispiel Nickel in Schmuckst√ľcken sein. Es folgt eine sp√§te, aber dann heftige, lokale Entz√ľndung.

Zwischenfazit

Eine Allergie ist eine aktive Abwehrreaktion, da unser Immunsystem f√§lschlicherweise annimmt, dass wir ‚Äěangegriffen‚Äú werden. Ausl√∂ser k√∂nnen Tierhaare, Pollen, eine andere Blutgruppe oder Nickel unter Anderem sein. Es gibt dabei vier Typen, diese unterscheiden sich in der Reaktionszeit und vom bio-medizinischen Vorgang her. Lesen Sie jetzt bei uns, wie eine Allergie zustande kommt oder w√§hlen Sie gezielt Ihr Thema aus der Men√ľleiste aus.

Wie entsteht eine Allergie?

Warum verursachen identische Substanzen bei Allergiebetroffenen heftigste Reaktionen, bei anderen Menschen wiederrum nichts? Oder anders: Warum wirken bei Allergiegeplagten gewisse Substanzen als Allergen, bei anderen Menschen wiederrum nicht? Die Gr√ľnde sind trotz st√§ndigen Fortschritts in der Medizin noch nicht eindeutig ergr√ľndet.

Die Chance, zum Allergiebetroffenen zu werden, erh√∂ht sich nach derzeitiger Meinung jedoch u. a. durch die zunehmende Luftverschmutzung, durch die bereits angesprochene erbliche Veranlagung und durch st√§ndigen Kontakt mit dem Allergen. Unser K√∂rper bildet schlie√ülich Antik√∂rper gegen diese allergieverursachende Substanz, um in Zukunft auf diesen scheinbaren Angriff gewappnet zu sein. Diese Antik√∂rper erkennen dann bei erneutem Kontakt die Gefahr wieder und setzen als Gegenreaktion zum Beispiel Histamin frei. Dieses Histamin wiederrum ist verantwortlich f√ľr die vielen Symptome einer Allergie. Allerdings produziert der K√∂rper in diesem Falle viel zu viele von solchen Antik√∂rpern, sodass bereits kleinste Menge von Hausstaub z. B. zu heftigsten Reaktionen wie Niesanf√§llen, Hautreizungen oder √úbelkeit f√ľhren k√∂nnen.

Einen weiteren Ausl√∂ser f√ľr eine Allergie sehen Wissenschaftler in der Ern√§hrung, gerade in der Ern√§hrung von Babys und Kleinkindern. Eine Nahrungsmittelallergie entwickelt sich bereits dort und f√ľhrt zu lebenslangen, chronischen Beschwerden. Eine richtige Ern√§hrung im Kindesalter ist die beste Pr√§vention gegen diese Art der Allergie.

Allergie ist √ľbrigens mehr Thema der sogenannten hochentwickelten Industriel√§nder. Auch dies spricht daf√ľr, dass Umwelteinfl√ľsse ihren Anteil als Verursacher haben. Oder aber zu viel Hygiene, sodass unser K√∂rper weniger widerstandsf√§hig aus eigener Kraft wird.

Woran erkenne ich bei mir eine Allergie?

Anhand der Eigenbeobachtung k√∂nnen Sie erkennen, ob es ein Muster bei Ihren Beschwerden gibt, welches f√ľr eine Allergie spricht. Reagieren Sie immer wieder gleich, wenn gewisse Voraussetzungen erf√ľllt sind?
Folgendes könnten Sie an sich beobachten:

Wo habe ich Beschwerden am Körper?

Jucken Ihre Augen, haben Sie dort ein Gef√ľhl eines Fremdk√∂rpers, tr√§nen Ihre Augen √ľberm√§√üig? Ist Ihre Atmung kurzatmig, haben Sie wiederkehrenden Husten, haben Sie gar Asthmaanf√§lle? Juckt Ihre Nase, m√ľssen Sie wiederholt niesen, ‚Äěl√§uft‚Äú Ihre Nase andauernd, schwellen Ihre Nasenschleimh√§ute an? Was ist mit Ihrer Haut, bilden sich dort Schwellungen? Entstehen Ekzeme, Quaddeln, Neurodermitis?

Wann treten diese Beschwerden auf?

Sind Ihre Beschwerden abhängig von der Jahreszeit? Tauchen sie immer wieder in denselben Monaten auf?
Bei welcher Uhrzeit: Eher morgens, mittags oder abends? Oder ganztägig?
Sehen Sie einen Zusammenhang zum Wetter? Haben Sie bei strahlendem Sonnenschein mehr Beschwerden?
Reagiert Ihr K√∂rper heftig und mit den gleichen Allergiesymptomen, wenn Sie gewisse Nahrungsmittel wie Milchprodukte, N√ľsse oder Schalentiere zu sich nehmen? Oder nach der Einnahme von Medikamenten f√ľr Kopfschmerzen z. B.? √úberreagiert Ihr K√∂rper bei Insektenstichen?
Beobachten Sie nach Kontakt mit Katzen oder anderen Haustieren Allergiesymptome an sich? Haben Sie generell nach Tierkontakt körperliche Probleme?

In welcher Umgebung treten diese Beschwerden auf?

Verstärken sich Ihre Allergiesymptome, wenn Sie vorher im Wald waren? Oder auf Wiesen und Feldern? Können Sie sich frei in Ihrem Garten bewegen? Haben Sie Probleme, wenn Sie in einem Tierpark sind?

Was trägt zur Linderung Ihrer Beschwerden bei?

Werden Ihre Allergiesymptome langsam besser, wenn Sie Ihren Garten verlassen und ins Haus gehen, Ihre Kleidung wechseln, sich kurz abduschen, die Haare waschen und die Nase sp√ľlen? Sind Sie im Urlaub am Meer oder in den Bergen beschwerdefrei? Lindern Regenf√§lle Ihre Beschwerden?

Zwischenfazit

Dieser ‚ÄěKatalog‚Äú ist nicht vollst√§ndig, es ist eine erste Hilfe bei der Selbstbeobachtung und ein erstes Indiz daf√ľr, dass es durchaus Sinn machen w√ľrde, bei Beschwerden einen Allergietest durchf√ľhren zu lassen.

Welche Allergietests gibt es?

Es gibt drei Arten von einem Allergietest: Ein Bluttest, ein Hauttest und ein Provokationstest. Die einfachste und schnellste Art ist der Hauttest.

Hauttest

Allergie-Prick-Test

Bei dem bekanntesten Allergietest, dem Hauttest, werden auf dem Unterarm kleine Zahlen aufgemalt. Neben diesen Zahlen wird dann jeweils ein Tropfen aufgebracht. Dieser Tropfen besteht aus einem jeweils anderen Inhalt: Allergene aus Tierhaaren, aus diversen Pollen und Bl√ľten oder auch aus Nahrungsmitteln. Anhand der Zahl kann sp√§ter das Allergen noch identifiziert werden, dazu gibt es eine kleine √úbersichtsliste. Anschlie√üend werden diese Allergene durch einen, kaum merkbaren, kleinen Einstich in die Haut geleitet. Das englische Wort f√ľr ‚ÄěEinstich‚Äú lautet ‚Äěprick‚Äú, der Name dieses Verfahrens ist der ‚ÄěPrick-Test‚Äú. Es wird ca. eine halbe Stunde gewartet, um anschlie√üend sehen zu k√∂nnen, bei welchen Substanzen das Immunsystem reagiert hat (R√∂tung und Quaddelbildung) und in welcher St√§rke die Allergie aufgetreten ist.

Allergie-Scratch-Test

Ist optisch nicht eindeutig, ob die Haut an der Stelle reagiert hat, kann statt einem kleinen Einstich auch die Haut angeritzt und das Allergen dort eingerieben werden. So gelangt das Allergen tiefer in die Hautschicht und verursacht eine st√§rkere Reaktion auf die Allergie. Allerdings kommt es dabei oft auch zu Hautirritationen, die nicht wegen der Allergie selbst hervorgerufen worden sind. Sodass dieser Test weniger zuverl√§ssig ist. Anritzen bzw. ‚Äěkratzen‚Äú hei√üt im englischen ‚Äěscratch‚Äú, der Name des Test ‚ÄěScratch-Test‚Äú.

Allergie-Intrakutantest

Zuverl√§ssiger als das Ritzen oder Kratzen ist das Spritzen. Dies wird die Haut viel geringer besch√§digen und allein dadurch ist eine Hautirritation, von der Allergie unabh√§ngig, viel geringer bis nicht vorhanden. Spritzen ist allerdings unangenehmer f√ľr den Patienten und kann, da die Reaktion noch tiefer in der Haut stattfindet, eine st√§rkere Reaktion auf die Allergie aus√ľben. Vorteil dabei ist allerdings, dass auch schw√§chere Reaktionen damit sichtbar gemacht werden k√∂nnen. Die Allergene werden hier intrakutan (‚Äěin die Haut‚Äú) gespritzt, weshalb der Test ‚ÄěIntrakutantest‚Äú genannt wird.

Allergie-Reibetest

Ist bereits vor dem Test die Vermutung einer heftigen Reaktion auf eine bestimmte Substanz hoch, kann auch gezielt diese Substanz auf die Haut aufgetragen und ein wenig verrieben werden. Dies erspart eine winzige Hautverletzung und die heftige Reaktion. Die Wartezeit auf die Reaktion der Haut dauert in der Regel etwas l√§nger. Durch das leichte Einreiben wird der Test ‚ÄěReibetest‚Äú genannt.

Die Hauttests Prick-, Scratch, Intrakutan- und Reibetest funktionieren beim Allergietyp-I sehr gut. Ist die Hautreaktion allerdings zeitverz√∂gert, z. B. bei Nickel oder bei Kosmetikzus√§tzen, muss auch der Testzeitraum √ľber einen gr√∂√üeren Zeitraum erfolgen. Dies wird mit Hilfe von Pflastern, dem Epikutantest (‚Äěauf der Haut‚Äú), durchgef√ľhrt. Diese werden einen Tag auf dem R√ľcken geklebt und nach dem Entfernen werden ein bis zwei weitere Tage abgewartet. Auch hier w√ľrde sich eine Reaktion durch Juckreiz, Hautr√∂tung oder Quaddelbildung kenntlich machen.

Allergie-Bluttest

Ist die zu erwartende allergische Reaktion zu stark, selbst f√ľr einen Reibetest, oder ist ein Testergebnis wegen einer Vorsch√§digung der Haut nicht m√∂glich oder vermutlich zu verf√§lschend, k√∂nnen die betreffenden Antik√∂rper (genau: IgE- und IgG-Antik√∂rper) f√ľr die zu testenden Allergene auch mit Hilfe eines Bluttests in einem Labor nachgewiesen werden.

Vorteil: Neben den spezifischen Antik√∂rpern f√ľr die Allergene k√∂nnen auch Antik√∂rper gegen die Proteine der Allergene gemessen werden. Dies sind die sogenannten Allergen-Einzelkomponenten. Dies ist wichtig f√ľr die Diagnostik zu wissen.

Das Testergebnis dauert in der Regel zwei bis sechs Werktage und ist prim√§r f√ľr den Allergietyp-I geeignet. Die Anzahl der entsprechenden Antik√∂rper ist beim Allergietyp-I in der Regel erh√∂ht und gibt so Aufschluss √ľber die das Vorhandensein einer Allergie.

Allerdings ist dies kein verbindliches Indiz: Auch ohne Allergie k√∂nnte die Anzahl der IgE-Antik√∂rper erh√∂ht sein. Wenn der Allergiebetroffene zum Beispiel zum Zeitpunkt der Messung eine Infektion haben. Ferner sagt die Anzahl der Antik√∂rper wenig √ľber die St√§rke der Beschwerden aus. Die Gesamtmenge der IgE-Antik√∂rper ist auch nicht immer erh√∂ht. So ist ein Bluttest mehr ein Indiz, wenn auch ein wichtiges, als ein Nachweis f√ľr das Vorhandensein einer Allergie. Und sollte dann gezielt nachuntersucht werden.

Allergie-Provokationstest

Der Hauttest und der Bluttest weisen das Vorhandensein einer Sensibilisierung, sprich das Vorhandensein von Antik√∂rpern zur Bek√§mpfung unseres Immunsystems gegen ein spezifisches, konkretes Allergen, auf. Diese beiden Allergietests k√∂nnen nicht aussagen, wie stark oder ob √ľberhaupt Beschwerden bestehen sowie welcher Art die Beschwerden sind.

Mit einem Provokationstest kann ein solches Beschwerdebild bewusst ‚Äěprovoziert‚Äú werden. Das zu vermutende Allergen wird dabei nicht √ľber die Haut, sondern direkt ‚Äěvor Ort‚Äú dem Patienten verabreicht. Gemeint ist, dass bei Heuschnupfen zum Beispiel direkt in die Nase das problemverursachende Allergen gespr√ľht wird. Oder bei allergischem Asthma direkt das Allergen √ľber eine Atemmaske aufgenommen wird. Auch kann eine allergische Reaktion durch gezielte Aufnahme von Nahrung provoziert werden. Die Menge der Allergene kann dabei stets gesteigert werden. Es l√§sst sich erahnen, dass diese Vorgehensweise ein hohes Risiko in Form eines anaphylaktischen Schocks darstellt: Eine lebensbedrohende allergische Extremreaktion, die zu einem Kreislaufversagen und Herzstillstand f√ľhren kann.

So wird ein Provokationstest ausschlie√ülich unter √§rztlicher Leitung und Beobachtung durchgef√ľhrt, die darauf vorbereitet sein sollten, sofortige Erste-Hilfe-Ma√ünahmen durchf√ľhren zu k√∂nnen.

Zwischenfazit

Schlechte Umwelteinfl√ľsse und schlechte Nahrung, gerade im Kindesalter, beg√ľnstigen das Auftreten von Allergien. Beobachten Sie immer wiederkehrende Symptome, z. B. Augenr√∂tung, bei gleichen Ausl√∂sern, Sie waren im Feld unterwegs, macht es Sinn, einen Allergietest durchf√ľhren zu lassen. Es gibt dabei drei Arten von Allergietests, erste Herangehensweise sollte immer ein Hauttest sein. Wenn Sie nun wissen, wogegen Sie eine Allergie haben, stellt sich nun die Frage, wie Sie sich selbst akut und vorbeugend helfen k√∂nnen. Dies kann beispielsweise durch Pr√ľfung der Pollenbelastung in der Luft mit einem Pollenradar geschehen:

Was kann gegen eine Allergie unternommen werden?

Sie m√ľssen wieder einmal bei sch√∂nstem Wetter zuhause bleiben, weil Sie der Heuschnupfen plagt? Schnelle Linderung der Beschwerden auf der einen Seite, vorbeugende Ma√ünahmen auf der anderen Seite, was k√∂nnen wir tun, um uns selbst schnell und idealerweise nachhaltig bei einer Allergie zu helfen? Allergien nehmen den Betroffenen ein St√ľck Lebensqualit√§t, es gilt, sich diese Lebensqualit√§t zur√ľckzuholen und sich nicht mehr einzuschr√§nken oder zu verzichten.

Was kann ich akut tun?

Die g√§ngigste Art der schnellen Selbsthilfe bei Allergien ist die Anwendung von Medikamenten, sogenannten Antihistaminika: Antik√∂rper erkennen bei erneutem Kontakt das Allergen, also die vermeintlich ‚Äěsch√§dliche‚Äú Substanz, wieder und setzen als Gegenwehr zum Beispiel Histamin frei. Dieses Histamin wiederum ist verantwortlich f√ľr die vielen Symptome einer Allergie. Anti(histaminika), also dagegen, hei√üt, dass das Medikament gegen eine Verbindung von diesem Histamin mit dem Allergen kommt und somit die Reaktion und deren Auswirkungen ausbleiben.

Antihistaminika gibt es in verschiedensten Formen: F√ľr die lokale Anwendung mit Augentropfen, Nasen- oder Atemspray oder mit Hautsalben, f√ľr die orale, nicht-lokale Anwendung, in Tabletten- oder auch Spritzenform. Dabei ist der Fachbegriff f√ľr die lokale Anwendung ‚Äětopische‚Äú und f√ľr orale oder gespritzte Form ‚Äěsystemische‚Äú Medikamente. Diese Antihistaminika wirken zus√§tzlich entz√ľndungshemmend und juckreizstillend. Die Dauer der maximalen Anwendung ist im Vergleich zu anderen Medikamenten meist deutlich l√§nger bis hin sogar zur ganzj√§hrigen Anwendung. Die Gefahr einer Medikamentenabh√§ngigkeit sowie einer Sch√§digung durch Nebenwirkungen ist also meist deutlich geringer bei Allergiepr√§paraten.

Bitte lassen Sie sich dennoch immer vor Einnahme von einem Arzt oder Apotheker informieren und aufklären.

Einen gef√ľrchteten Nebeneffekt kennen die Allergiegeplagten dabei alle: Viele Medikamente gegen Allergien haben fr√ľher M√ľdigkeit verursacht. Dies ist heute nicht mehr zwingend hinzunehmen. Es gibt viele sehr gute Medikamente in der neuesten Generation, die diesen Effekt nicht oder sehr viel geringer haben.

Auch hier lassen Sie sich bitte von Ihrem Ihr Arzt oder Apotheker beraten.

Neben den Medikamenten k√∂nnen Hausmittel nach wie vor unterst√ľtzen oder die Medikamente gar ersetzten.

Doch bevor wir n√§her auf effektive Hausmittel eingehen, bestehen die eigenen ‚ÄěErste-Hilfe-Ma√ünahmen‚Äú bei einer Allergie idealerweise darin, den ‚Äěkontaminierten‚Äú Bereich zu verlassen und sich zu duschen, um alle Allergene, Pollenstaub zum Beispiel, aus den Haaren, von Gesicht, H√§nde und Arme zu waschen. Unter der Dusche ist es sehr hilfreich, die Nase von innen mit Hilfe eines Fingers zu sp√ľlen. So entfernt der Allergiegeplagte vorhandene Pollen sehr effektiv. Danach empfiehlt es sich, sich komplett neu anzuziehen und die getragenen Kleidungst√ľcke direkt zu waschen oder sie zumindest in die Waschmaschine zu legen. Diese bitte nicht in der Wohnung oder gar im Schlafzimmer liegen lassen, da von ihnen weiterhin die Gefahr einer allergischen Reaktion ausgeht.

Der Allergiegeplagte sollte sich nun in einem allergenfreien Raum aufhalten, damit der K√∂rper sich erholen und das Immunsystem weiterhin ‚Äěrunterfahren‚Äú kann. Ein Tipp an dieser Stelle: Fliegengitter helfen auch gegen das Eindringen von Pollen und erm√∂glichen es so, auch bei ge√∂ffnetem Fenster einen allergiefreien Schlaf finden zu k√∂nnen.

Nun kommen die bereits angesprochenen Hausmittel zum Einsatz. Durch das viele Schn√§uzen ist die Nase von au√üen schmerzhaft gereizt und die Nasenschleimhaut innen ausgetrocknet. Zur Linderung der Schmerzen und zur Unterst√ľtzung der Hautregeneration helfen Hautsalben und √Ėle wie Sanddorn- und Mandel√∂l. Auch eine Nasensp√ľlung mit einer Meersalzl√∂sung kann gegen die Allergie eingesetzt werden. Das Trinken von Ingwertee unterst√ľtzt die Heilung von innen, indem Ingwer die Durchblutung f√∂rdert und entz√ľndungshemmend wirkt. Inger enth√§lt ebenfalls Vitamin C, welches den Histaminspiegel im K√∂rper senken kann. So sind auch andere Produkte, die viel Vitamin C enthalten, sehr hilfreich zum Abklingen der Beschwerden. Neben den Zitrusfr√ľchten wie Orangen, Zitronen und Grapefruits sind dies Kohlgem√ľse wie Rosen- und Gr√ľnkohl und Brokkoli. Auch Spinat, Paprika, Hagebutte und die schwarze Johannisbeere enthalten viel Vitamin-C.

Neben der Nase sind oft auch die Augen durch die Allergie sehr gereizt und entz√ľndet, sie jucken und tr√§nen permanent. Hier kann ein Waschlappen mit kaltem Wasser schon Linderung bringen. Zus√§tzlich kann Augentrost-Tee getrunken werden. Diese Kr√§uter k√∂nnen jedoch auch zur √§u√üeren Anwendung benutzt werden. Hier empfiehlt es sich, statt einem Waschlappen zwei Mullkompressen zu nehmen und diese, nach dem Tr√§nken in dem lauwarmen oder kalten Augentrost-Tee, auf die geschlossenen Augen zu legen.

Das Kratzen im Hals und Rachen, Reizhusten und das Gef√ľhl, schlechter Luft zu bekommen, kann durch das Inhalieren von Pfefferminz-, Eukalyptus- und Fenchel√∂l wirksam und schnell bek√§mpft werden. Das Trinken von diversen Tees unterst√ľtzt auch hier eine schnelle Linderung: Honig, Brennnessel, Wilde Mave oder Kurkuma sind nur einige nat√ľrliche Hausmittel, die hier bei einer Allergie schonend, aber effektiv, helfen.

Neben Nase, Augen und Hals ist bei einer Allergie auch oft die Haut betroffen. Gegen juckende Hautausschläge hilft eine Salbe oder Tinktur mit der Ballonrebe: Ein beliebtes Mittel gegen Ekzeme in der Homöopathie. Auch Zinnkraut als Wickel oder Auflage direkt auf der allergischen Hautreaktion hilft hier sehr wirkungsvoll.

Neben diesen akuten Ma√ünahmen bei einer Allergie stellt sich die Frage, wie die Allergiebetroffenen die beschwerdefreien Zeiten nutzen k√∂nnen, um sich pr√§ventiv gegen eine Allergie mit ihren Symptomen zu sch√ľtzen.

Was kann ich gegen eine Allergie vorbeugend unternehmen?

Die Vorbeugung gegen eine Allergie besteht im Grunde aus zwei Blöcken: Dies ist auf der einen Seite das eigene, präventive Verhalten und auf der anderen Seite eine medizinische Therapie.

So ist es ratsam, sofern m√∂glich, sich prim√§r in den Zeiten im Freien aufzuhalten, in der die Allergiebelastung am geringsten ist. Bei Pollen ist dies in der Stadt morgens zwischen sechs und acht Uhr und auf dem Lande abends ab 19 Uhr. Eine halbe Stunde nach einem Regenschauer ist ebenfalls eine gute Zeit, sich im Freien aufzuhalten, sowie an windstillen und k√ľhleren Tagen: Auch dann ist die Belastung f√ľr Allergiegeplagte geringer. Ist der Allergiebetroffene im Freien, sind Brillen in einer Wrap-Around-Ausf√ľhrung eine sehr gute Hilfe: Diese umschlie√üen die Augen vollst√§ndig und verhindert so den Kontakt mit Allergenen aus der Luft. Diese Brille sieht man oft als Sportbrille und ist somit auch ohne Sehst√§rke vielfach erh√§ltlich. Beachten Sie ferner Pollenflug-Vorhersagen wie z.B. einen Pollenradar, um sich um Freien m√∂glichst allergie- und beschwerdefrei bewegen zu k√∂nnen. Wer die M√∂glichkeit hat: Einen Ausflug ans Meer oder in die Berge hilft ungemein, denn dort ist die Pollenbelastung sehr gering bis nicht vorhanden. Ist der Allergiegeplagte im Auto unterwegs, sind Pollenfilter ein wirksamer Schutz. Bitte diese regelm√§√üig austauschen lassen. W√§hrend der Fahrt empfiehlt es sich, alle Fenster an Allergietagen zu schlie√üen und die L√ľftung, unterst√ľtzend zum Pollenfilter, an allergiestarken Tagen auf Umluft zu stellen. In der eigenen Wohnung helfen die bereits angesprochenen Fliegengitter, sowie regelm√§√üiges Staubsaugen und feuchtes Staubwischen. Die Bettw√§sche sollte h√§ufig gewechselt werden, sie jedoch nicht, wie andere W√§sche auch nicht, im Freien an Allergietagen trocknen lassen. Die Kleidung vom Tage direkt nach Ankunft zuhause wechseln und ‚Äěentsorgen‚Äú. Ein kurzer Sprung unter die Dusche w√§scht die Pollen aus den Haaren und von der Haut. Eine gute Gelegenheit, nach Kneipp das Gesicht mit kaltem Wasser abbrausen: Zuerst die Stirn, dann die beiden Gesichtsh√§lften beginnend mit der Rechten, um anschlie√üend das gesamte Gesicht kreisend abzubrausen. Sp√§teres Eincremen hilft, die Hautbarriere zu st√§rken und ein Eindringen auch von winzigsten Pollen zu erschweren oder gar zu vermeiden. Erg√§nzend zu den bereits angesprochenen Tees und zum Vitamin-C-haltigen Essen zur Senkung des Histaminspiegels helfen Milchprodukte wie K√§se und Joghurt vorbeugend gegen allergische Reaktionen. Auch die Einnahme von Zink kann helfen bzw. ein Zinkmangel kann sogar die allergischen Symptome verst√§rken. Wir schreiben hier bewusst ‚Äěkann‚Äú, da es auch anders lautende Studien gibt, die keinen f√∂rdernden Zusammenhang zwischen der Einnahme von Zink und der Symptomverbesserung bei Allergien oder gar der Vermeidung von allergischen Reaktionen sehen. Wir werden dieses Thema weiterhin im Auge behalten und neuere Kenntnisse in unserem Blog ver√∂ffentlichen.

Zu guter Letzt steht ein Tipp, den wir alle oft h√∂ren: Vermeiden Sie Stress! Gerade als Allergiegeplagter. Auch wenn uns bewusst ist, dass dieses Thema sehr viel komplexer und vielschichtiger ist als es einfach mal so befolgen zu k√∂nnen, ist es doch immer wieder hilfreich, sich dessen bewusst zu machen, dass Stress ungesund ist. In unserem Falle kann er sogar die Symptome verst√§rken und der Allergiebetroffene ist anf√§lliger f√ľr allergische Reaktionen. D.h. Allergiegeplagte f√∂rdern durch Stress die Qualit√§t (also die St√§rke der Symptome) und die Quantit√§t der allergischen Reaktionen. Gerade in den individuellen allergiestarken Monaten sollte der Allergiebetroffene deswegen regelm√§√üig Auszeiten einplanen. Dies kommt dem K√∂rper doppelt zu Gute, da der K√∂rper durch die Allergie eh schon sehr beansprucht ist und auf Daueraktivit√§t steht.

Eine Allergenvermeidung ist die effektivste und schnellste Form der ‚ÄěHeilung‚Äú und der Pr√§vention bei einer Allergie. Dies kann durch Vermeidung von bestimmten Nahrungsmitteln, von Nickel, von Kontakt mit Haustieren, durch milbendichte Matratzen oder durch die bereits angesprochen Pollenfilter im Auto z. B. erreicht werden. Auch eine Allergie gegen Wespenstiche kann weitestgehend vermieden werden, indem √∂ffentliche M√ľlleimer gemieden werden und alle Pl√§tze, wo Nahrungsmittel im Freien verzehrt werden. Eigene Nahrungsmittel sollten im Freien verdeckt und Getr√§nke vor Verzehr kontrolliert werden. Vorsicht auch beim Barfu√ügehen √ľber Wiesen, da Wespen dort gerne ihre Nester bauen. Aber es gibt nicht den 100%en Schutz und nicht jede Allergie kann vermieden werden.

So kann neben dem eigenen Verhaltenskatalog der Allergiegeplagte wirkungsvoll und nachhaltig durch eine medizinische Therapie gegen eine Allergie unterst√ľtzt werden. Die Bekannteste dabei ist die Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung genannt. Diese Form der Therapie ist ausschlie√ülich f√ľr den Allergie-Typ-I, die Sofortallergie, geeignet.

Alle Behandlungskosten einschlie√ülich der Voruntersuchungen werden bei Erf√ľllung aller Voraussetzungen f√ľr den Allergiegeplagten von der Krankenkasse √ľbernommen. Die Parameter sind z.B. Alter, Belegbarkeit √ľber Erfolg der Therapie und dass der Allergiegeplagte den Kontakt mit dem Allergen nicht von sich aus ausschlie√üen kann. Bei der Hyposensibilisierung wird statt der Symptome die Ursache f√ľr die Allergiegeplagten bek√§mpft: Das Allergen. Das Ziel ist, dass sich der K√∂rper des Allergiegeplagten an das allergieverursachende Allergen gew√∂hnt und somit das Allergen nicht als Feind vom Immunsystem angesehen wird. Daf√ľr wird dem K√∂rper des Allergiegeplagten √ľber einen l√§ngeren Zeit das betreffenden Allergen immer wieder gezielt verabreicht, mit leicht steigender, aber stets vertr√§glicher Konzentration. Durch diese leichte stetige Steigerung dauert diese Form der Anti-Allergie-Therapie Monate, bis hin zu Jahren, bis der K√∂rper diese allergieverursachende Substanz, Birkenpollen z.B., bei erneutem Kontakt toleriert. Selbst dann gilt diese Toleranz nicht ein Leben lang, sondern ebenfalls ‚Äěnur‚Äú f√ľr Jahre. Auch ist in dieser Zeit teilweise keine vollumf√§ngliche Immunit√§t gegeben, jedoch eine drastische Abschw√§chung der Allergie-Symptome. So kann, lediglich als Beispiel und zur Verdeutlichung, eine Therapie nach drei Jahren eine Toleranz, eine Immunit√§t, f√ľr acht Jahre f√ľr die Allergie erbringen. Gerade die Startphase der Hyposensibilisierung dauert in der Regel bis zu drei Monaten. Neuste Verfahren k√∂nnen diesen Zeitraum auf drei Wochen insgesamt verk√ľrzen oder gar auf zwei bis f√ľnf Spritzen.

Spritzen sind dabei eine von zwei Varianten der Hyposensibilisierung, subkutane Hyposensibilisierung genannt, abgek√ľrzt SCIT. ‚ÄěIT‚Äú steht dabei f√ľr ‚ÄěImmuntherapie‚Äú. Bei der zweiten Variante nimmt der Allergiegeplagte das Allergen oral in Tabletten- oder Tropfenform auf. Der Fachbegriff hier ist die sublinguale Hyposensibilisierung, abgek√ľrzt SLIT. Entscheidend f√ľr beide Varianten sind, dass sie regelm√§√üig nach Plan, bis zu drei Jahren, angewendet wird. Ein l√§ngeres Aussetzen w√§re im besten Fall ein Stillstand, im Schlechtesten m√ľsste der Allergiegeplagte von neuem beginnen. Nach der langj√§hrigen Immuntherapie muss der Allergiegeplagte die Bereitschaft haben, konsequent und regelm√§√üig auch die anschlie√üende Erhaltungstherapie durchzuf√ľhren. Als positive Nebenwirkung bei Kindern oder Jugendlichen kann ggf. durch die Hyposensibilisierung ein etwaiges Asthmarisiko gesenkt werden. Dies w√ľrde f√ľr die Durchf√ľhrung einer Therapie sprechen, auch hier wenden Sie sich bitte an Ihren Haus- oder Facharzt.

Neben der Hyposensibilisierung besteht dem Allergiegeplagten die Option einer Therapie in Form der Akupunktur. Sie ist in Deutschland durch den prim√§ren Einsatz in der Schmerztherapie bekannt. Bei der Akupunktur, Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, werden spezifische K√∂rperpunkte durch Nadeln gereizt, um so die k√∂rpereigenen Heilungskr√§fte durch Aussch√ľttung von Botenstoffen zu aktivieren. Diese spezifischen Punkte werden dabei bestimmten Organen und K√∂rperfunktionen zugeordnet. Es ist sowohl eine pr√§ventive M√∂glichkeit, sich gegen Allergien zu sch√ľtzen, als auch eine M√∂glichkeit, in Akutsituationen schnell und effektiv Linderung zu erhalten. Das Setzen der sehr d√ľnnen Nadeln ist dabei nahezu schmerzfrei und sie verbleiben dort 15 bis 30 Minuten. Die traditionelle chinesische Medizin ist eine Medizin der Ganzheitlichkeit, nicht der lokalen Sicht. Der K√∂rper wird als Ganzes betrachtet und so ist die Diagnostik offen daf√ľr, die Ursache auch in scheinbar nicht zusammenh√§ngenden K√∂rperregionen zu finden. So haben identische Beschwerden, in unserem Falle hier die Symptome der Allergie, oft verschiedene und vielf√§ltige Ursachen. Diesen Ursachen wird anschlie√üend entgegengewirkt, sodass die Akupunktur wie die Hyposensibilisierung eine Therapieform der Ursachenbehandlung ist, nicht der Behandlung von Symptomen. Deswegen ist f√ľr den Erfolg eine sehr gute individuelle Anamnese im Vorfeld der Behandlung von entscheidender Bedeutung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bescheinigt der Akupunktur eine Wirksamkeit gegen Heuschnupfen. Auch wenn nicht vollst√§ndig wissenschaftlich gekl√§rt ist, wie sie wirkt. Aber das sie wirkt, zeigen die vielen positiven R√ľckmeldungen der Allergiebetroffenen. Die Krankenkassen √ľbernehmen jedoch in der Regel die Kosten einer Akupunktur wegen einer Allergie nicht.

Neben der Akupunktur gibt es die Akupressur: Weniger effektiv, aber eine weitere berechtigte Option. Bei der Akupressur werden die Akupunkturpunkte nicht durch eine Nadel jeweils stimuliert, sondern durch eine safte Massage. Der gro√üe Vorteil hier ist, dass eine Akupressur selbst durchgef√ľhrt werden kann: Durch sanfte, kreisende Bewegungen mit Daumen oder Zeigefinger werden hier die entsprechende Punkte ein bis zwei Minuten stimuliert. Diese Art der Selbstbehandlung ist nicht auf eine Allergie beschr√§nkt, kann aber daf√ľr schnell, einfach und √ľberall genutzt werden.

Neben der Hyposensibilisierung und der Akupunktur inklusive der Akupressur ist die dritte geläufige Form der vorbeugenden Anti-Allergie-Therapie die medikamentöse Therapie.
Diese Form der Therapie behandelt die Symptome und versucht diese, zu mildern oder im Idealfall zu verhindern. Das Ziel ist nicht die Heilung. Die Medikamente unterscheiden sich in Einsatzzweck und somit in den Wirkstoffen: Ist der Bedarf des Allergiegeplagten ein Akuter oder m√∂chte er pr√§ventiv behandelt werden? Muss oder soll das Medikament √ľber einen l√§ngeren Zeitraum regelm√§√üig eingenommen werden? Welche Nebenwirkungen hat das Medikament und welche davon vertragen sich mit der aktuellen Situation des Allergiegeplagten? Diese und mehr Fragen gilt es, mit dem Haus- oder einem Facharzt vorab zu kl√§ren. Der wichtigste und bekannteste Wirkstoff gegen einer Allergie ist das Antihistaminika. Der Allergiegeplagte kennt diesen Wirkstoff bei akutem Bedarf sehr gut: Es arbeitet gegen das k√∂rpereigene Histamin und soll das Andocken des Histamins mit dem Allergen verhindern. So entsteht gar nicht erst eine Konfliktsituation, aus der dann die entsprechenden Symptome resultieren. Somit kann Antihistaminika nicht ‚Äěnur‚Äú akut, sondern auch pr√§ventiv genutzt werden.

Kommt es bei einer Allergie zu einer heftigeren Reaktion, ist Adrenalin ein wirkungsvoller Wirkstoff. Gerade bei einem anaphylaktischem Schock, eine sehr heftige und lebensbedrohliche √úberreaktion des Immunsystems auf ein bestimmtes Allergen, wird Adrenalin benutzt. Allergiegeplagte, die wissen, dass sie zum Beispiel bei einem Wespenstich mit einem anaphylaktischen Schock zu rechnen haben, tragen vorbeugend Adrenalinspitzen mit sich. So ist der Allergiegeplagte im Notfall in der Lage, sich schnell selbst aus dieser lebensbedrohlichen Situation zu helfen.

Neben Antihistaminika und Adrenalin ist Glukokortikoide ein wichtiger Wirkstoff bei einer medikament√∂sen Behandlung, an dieser Stelle unter dem Gesichtspunkt der Pr√§vention. Er mildert die Abwehrreaktion des Immunsystems ab und wirkt entz√ľndungshemmend.

Aber auch hier gilt: Mehr ist nicht immer mehr. Es gilt, jede vorbeugende Behandlung gegen eine Allergie kritisch zu hinterfragen und sich stets angemessen behandeln zu lasen. Die Aufnahme all dieser Wirkstoffe kann, wie auch in der akuten Anwendung, oral in Tabletten- oder Tropfenform sowie √ľber Mundsprays erfolgen. Sie kann subkutan erfolgen, d.h. der Wirkstoff wird gespritzt oder √ľber Nasensprays aufgenommen. Weitere M√∂glichkeiten sind Augentropfen und Salben.

Zwischenfazit

Antihistaminika hilft, die Beschwerden bei einer Allergie zu lindern. Unterst√ľtzt mit dem richtigen eigenen Verhalten und in Kombination mit Hausmitteln kann damit der Allergiegeplagte sich selbst gut helfen. Der Allergiebetroffene kann aber auch schon im Vorfeld viel selber daf√ľr tun, das die Symptome seiner Allergie gar nicht erst ausbrechen. Kann er es trotzdem nicht ganz vermeiden, helfen im Vorfeld einer Allergie eine Hyposensibilisierung, eine Akupunktur oder eine medikament√∂se Einstellung.